Das Projekt

»Bitte warten…« FREELENS Gemeinschaftsprojekt zum Thema Flucht

SOS Mediterranee. Foto: Lucas Wahl

SOS Mediterranee. Foto: Lucas Wahl

Unzählige Schlauchboote auf dem Mittelmeer, Fußmärsche durch Europa, ertrunkene Kinder, erstickte Menschen in Lastwagen, katastrophale Zustände in den Erstaufnahmestellen – die Flüchtlingsthematik beherrscht (nicht nur) die Medien. Haben wir mittlerweile alles gesehen? Beginnen sich die Bilder der millionenfachen und nicht endenden Fluchten aus den verschiedenen Krisengebieten allzu sehr zu gleichen? Und wie kann es gelingen, dass wir den Blick dennoch nicht abwenden?

FREELENS Fotograf*innen haben hingeschaut. Sie dokumentieren die Situation in den Herkunftsländern der Geflüchteten ebenso wie den langen Weg nach Europa, das Warten und Bangen, das Ankommen und sich Zurechtfinden in einer neuen Welt. Von der FREELENS Regionalgruppe Berlin unter dem Arbeitstitel »Ein Tag als Flüchtling in…« im Sommer 2015 initiiert, haben sich mittlerweile 76 Fotograf*innen aus ganz Deutschland an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt. Doch das Projekt ist – wie die uns auch in den kommenden Jahren beschäftigende Thematik – fortlaufend.

Eine Auswahl der eingereichten Bilder wurde bereits in Hamburg, Berlin und Dömitz gezeigt, noch bis zum 20. Mai 2017 läuft die Ausstellung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Weitere Ausstellungen sind in Planung. Nach und nach wird sich außerdem diese Webseite mit den Arbeiten der teilnehmenden Fotograf*innen füllen und so – ergänzt durch Interviews und weitere Informationen – mit der Zeit eine Art fotografisches Archiv zum Thema Flucht entstehen.

Die teilnehmenden Fotograf*innen:
Valeska Achenbach, Gustavo Alàbiso, David Baltzer, Günther Bauer, Lars Berg, Jörg Böthling, Markus Bollen, Stefan Boness, Verena Anna Brüning, Andreas Buck, Eva-Maria Burchard, Mauricio Bustamante, David Carreno, Ulla Deventer, Barbara Dombrowski, Fred Dott, Thorsten Eckert, Bethel-Bettina Fath, Maria Feck, Heike Fischer, Dunja Gediga, Roland Geisheimer, Dagmar Gester, Klaus Görgen, Heike Günther, Kathrin Harms, Herbert Hering-Heidt, Stefan Höderath, Sandra Hoyn, Gesche Jäger, Dirk Jeske, Jens Jeske, Lorenz Kienzle, Klaus Kinner, Nora Klein, Felix Kleymann, Lars Krüger, Andrea Eva Künzig, Martin Langer, Bernd Lauter, Quirin Leppert, Kai Löffelbein, Amélie Losier, Heiko Meyer, Brigitte Möhrle, Arnold Morascher, Lena Mucha, Mark Mühlhaus, Daniel Müller, Katrin Neuhauser, Vanessa Nicette, Joanna Nottebrock, Ralph Pache, Zino Peterek, Herbert Piel, Svea Pietschmann, Philipp Reiss, Herby Sachs, Simone Scardovelli, Guido Schiefer, Daniela Maria Schlutz, Wolfgang Schmidt, Bente Marei Stachowske, Rainer Steußloff, Martin Storz, Britta Strohschen, Murat Türemis, Andrea Vollmer, Ludwiga von Korff, Lucas Wahl, Gordon Welters, Gerhard Westrich, Claudia Wiens, Rüdiger Wölk, Iris Wolf, Jennifer Zumbusch

FREELENS e.V. wurde 1995 von 128 Fotojournalist*innen gegründet, um den fortschreitenden Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen von Fotograf*innen entgegenzuwirken. Heute hat der Berufsverband über 2400 Mitglieder und ist damit die größte Organisation für Fotojournalist*innen und Fotograf*innen in Deutschland.